Vita
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1969 geboren in Potsdam
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1969 geboren in Potsdam
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Meine künstlerische Arbeit bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Linie, Raum und Material. Metall ist für mich nicht nur ein Werkstoff, sondern ein aktiver Partner im Entstehungsprozess: Es setzt Widerstände, gibt Grenzen vor und eröffnet zugleich neue Möglichkeiten. Ausgehend vom zeichnerischen Denken entwickle ich Skulpturen, die häufig wie dreidimensionale Zeichnungen erscheinen – in manchen Arbeiten so, als seien sie aus einem einzigen, fortlaufenden Linienzug entstanden.
Ein zentrales Gestaltungsmittel ist für mich das bewusste Weglassen von Material. Freiräume und Negativräume sind keine Leerstellen, sondern aktive Bestandteile der Form. Sie lassen Licht und Blick hindurch, öffnen die Skulptur in den Raum und erzeugen Spannung zwischen Präsenz und Abwesenheit. In diesem Wechselspiel wird das Unsichtbare ebenso bedeutend wie das Sichtbare.
Meine Arbeiten bewegen sich zwischen Abstraktion und Figuration. Thematisch beschäftigen sie sich mit Emotionen, inneren Kämpfen sowie archetypischen menschlichen und tierischen Ausdrucksformen. Die Skulptur wird dabei zu einem Ort verdichteter Erfahrung, in dem Kraft und Verletzlichkeit, Bewegung und Stillstand gleichzeitig präsent sind.
Der Entwurfsprozess verbindet klassische Handzeichnung, digitale 3D-Modellierung und handwerkliche Metallbearbeitung. Diese Kombination ermöglicht mir, künstlerische Freiheit mit technischer Präzision zu verbinden – eine wesentliche Voraussetzung für dauerhaft gedachte Arbeiten im öffentlichen und architektonischen Raum.
Meine Skulpturen entwickeln eine eigene räumliche Dramaturgie. Sie verändern sich mit Licht, Standort und Blickwinkel und entfalten ihre Wirkung nicht auf einen Blick, sondern im Gehen, Umrunden und erneuten Wahrnehmen.